1. Kann ich Leitungswasser trinken?

Das Leitungswasser in Deutschland ist das am Besten überwachte Lebensmittel und kann jederzeit bedenkenlos getrunken werden. Dies hat auch die Stiftung Warentest in einem Vergleich mit Mineralwässern bestätigt, wonach das Leitungswasser sogar gesünder und wohlschmeckender ist, als einige der getesteten Mineralwässer.

2. Wie wird die Trinkwasserqualität überwacht?

Trinkwasser ist ein Lebensmittel und untersteht damit dem Lebensmittelgesetz. Zusätzliche, speziell auf das Trinkwasser angelegte Anforderungen sind in der Trinkwasserverordnung festgelegt. Die einwandfreie Qualität des Trinkwassers wird regelmäßig von gesetzlich anerkannten Labors überprüft. Das Fachpersonal des jeweiligen Wasserversorgers führt zusätzlich zu den vom Gesetz vorgeschriebenen Wasserproben ständige Überprüfungen des Wassers durch. Nähere Informationen zu Ihrem Trinkwasser und der Zusammensetzung erhalten Sie jederzeit kostenlos von Ihrem Wasserversorgungsunternehmen vor Ort.

3. Was bedeutet der Ausdruck Wasserhärte?

Der in einem Wasser enthaltene Anteil von Calcium- und Magnesiumsalzen wird als Härte bezeichnet. Die Nachteile von hartem Trinkwasser beschränken sich auf die Kalkausscheidung (Verkalkung), welche vor allem an den Heizstäben von Geräten, in denen Wasser erwärmt wird (Boiler, Waschmaschinen, Kaffeemaschinen, usw.) und in den Warmwasserleitungsnetzen in Erscheinung tritt. Andererseits benötigt der menschliche Organismus Kalk. Insofern ist hartes Wasser für den Menschen durchaus gesund.

4. Wie hoch ist der Tages-Wasserverbrauch pro Person und Person?

Der durchschnittliche Trinkwasserbedarf liegt in Deutschland zwischen 120 - 160 Liter pro Kopf und Tag. Der international festgesetzte Grundbedarf beträgt 50 Liter. Rund 1 Milliarde Menschen liegen weit unter diesem Grundbedarf. Die Verwendung des Trinkwassers in Deutschland gliedert sich ungefähr wie folgt: ca. 32% für Körperpflege, ca. 30% für WC-Spülung, ca. 18% für Kleiderwäsche, ca. 15% zum Kochen, Trinken und Geschirrspülen und ca. 5% für sonstige übrige Anwendungen.

5. Wie spart man Trinkwasser?

Deutschland ist ein wasserreiches Land, so dass Sparmaßnahmen nicht unbedingt erforderlich sind. Dennoch lohnt  es sich für den einzelnen Bürger aus Kostengründen zu sparen. Tropfende Armaturen, undichte WC-Spülungen, lecke Gartenleitungen usw. müssen sofort durch den Fachmann repariert werden. Durch den Einsatz von Wasserspardüsen und Doppeltasten-Spülkasten für das WC kann der Wasserverbrauch zusätzlich gesenkt werden.

6. Was ist ein Wasserschutzgebiet?

Jede Wasserfassung ist mit einem Wasserschutzgebiet unterschiedlicher Größe (je nach geologischen und hydrogeologischen Bedingungen vor Ort) belegt. Strenge gesetzliche Vorschriften regeln die Nutzung dieser Zonen, um das Grundwasser zu schützen. So wird insbesondere eine Kooperation mit der Landwirtschaft vorangetrieben. Zusätzlich zu den gesetzlichen Verpflichtungen schließen die Wasserversorger auf eigene Kosten meist noch "freiwillige Vereinbarungen" mit den Landwirten ab, um z.B. Düngemittel noch weiter zu reduzieren. In diesem Bereich des Grundwasserschutzes und der nachhaltigen Nutzung der Ressource ist Deutschland führend.

22.10.2018
Neuwahl des Vorstandes